Vor der Markenanmeldung: den richtigen Namen finden

Produkte, Unternehmen und Marken gibt es wie Sand am Meer. Da ist es gar nicht so leicht, mit der eigenen Idee richtig aufzufallen und in Erinnerung zu bleiben. Aus diesem Grund macht es Sinn, die Wahl des Namens – egal ober Produkt- oder Firmenname – sorgfältig abzuwägen. Wie eine Namensfindung gut gelingt.

Wann ein Name erfolgversprechend ist

Ein guter Name lässt sich zu allererst gut merken, schreiben, aussprechen und passt optimal zum Vorhaben. Für einen erfolgversprechenden Namen muss aber noch eine weitere Komponente hinzukommen: Originalität.

Damit ist nicht (unbedingt) ein besonders witziger Name gemeint, sondern einer, der einfach etwas anders ist. Fragen Sie sich also: „Sticht mein Name irgendwie heraus und ist einzigartig?“
Eröffnen Sie z.B. eine Praxis für Physiotherapie, können Sie diese natürlich Physiopraxis Sandra Maier oder ähnlich nennen. Dann wissen Kunden Bescheid, worum es geht. Mehr aber auch nicht. Denn Sie wären nur einer unter vielen Physio-Namen. Gehen Sie daher kreativer an die Sache heran und wählen Sie beispielsweise einen Namen wie Körpermitte, VillaBalance oder Elementra.
„Das finde ich aber zu speziell.“, meinen Sie? Ja, genau darum geht es aber! Namen sind Geschmackssache. Finden Sie daher einen Namen, der zu Ihnen passt und Ihre Kundschaft anspricht. Finden sie genau den Namen, der Ihre Besonderheit ausdrückt, Ihre Vision oder was Sie anders machen als andere. Erst dann kann man auch über einen Markenschutz nachdenken, denn rein beschreibende Namen lassen sich nicht schützen.

Wie findet man unverbrauchte Ideen und neue Denkansätze?

Wenn Sie nicht schon von sich aus vor Ideen sprudeln, gibt es eine tolle Lösung: das Namensfindungs-Portal NameRobot. Das ist eine ausgeklügelte Software, die Sie beim kreativen Prozess der Namenssuche unterstützt: angefangen beim Finden schöner Stichwörter und Assoziationen bis zum „Verarbeiten“ der Stichwörter zu Namensideen. Selbst wenn Sie sich als weniger kreativ bezeichnen: NameRobot bietet für jedermann praktische Tipps und Funktionen, um Ideen und Namen zu generieren, die Ihnen sonst nicht ohne Weiteres eingefallen wären.
Haben Sie erste Namen gefunden, wollen Sie natürlich wissen, welche davon überhaupt näher in Betracht kommen. NameRobot bietet Ihnen da einen kurzen Vorabcheck nach verfügbaren Domain- und Markennamen. Auch unser Tool MarkenChk.de kann Ihnen eine erste Orientierung bieten.

Ihren guten Namen als Marke anmelden!

Haben Sie dann einen guten Markennamen gefunden, so sollten Sie nicht zögern, diesen auch als Marke zu schützen. Gerne beraten wir Sie hierzu. Rufen Sie uns einfach an unter 089 6666 10 89 oder informieren Sie sich gleich hier zur Markenanmeldung Deutschland, Markenanmeldung Europa oder internationalen Markenanmeldung.

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Keine Kostenerstattung bei Abmahnung, wenn keine Unterlassungsklage erhoben wird

Sei es im Markenrecht, Urheberrecht, im Wettbewerbsrecht oder Designrecht: Abmahnkosten sind regelmäßig vom Verletzer zu tragen. Eine Ausnahme liegt nur dann vor, wenn entweder die Abmahnung nicht berechtigt war. Oder wenn die Abmahnung nur erfolgte, um Kostennoten zu produzieren. Wenn es als dem Inhaber des verletzten Schutzrechts nur darum geht, dem Verletzer gegenüber eine Kostennote zu senden und die Unterlassung des strittigen Verhaltens nur “Mittel zum Zweck” wird, dann kann ein Kostenerstattungsanspruch entfallen. Weiterlesen

Wieder einmal ein interessantes Urteil zu facebook und social-media Gruppen allgemein. Geklagt hatte hier ein ehemaliger Administrator einer facebook-Gruppe, der von den anderen Gruppenmitgliedern offenbar rausgeworfen wurde. Für manche ist facebook ja nach wie vor die Einnahmequelle schlechthin und Basis der wirtschaftlichen Erwerbstätigkeit. Wir können davor nur warnen, weil es immer wieder sehr problematisch ist, gehackte accounts wieder herzustellen oder eben mit solchen Situationen umzugehen, wenn man als Admin von den anderen Mitgliedern gelöscht wird.

Das AG Menden hat hierzu wie folgt geurteilt:

Mangels Anspruchsgrundlage besteht kein Anspruch auf Wiederzulassung als Administrator einer Facebook-Gruppe, da eine Facebook-Gruppe weder eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, noch einen Verein, noch ein sonst rechtlich anerkanntes Rechtssubjekt darstellt.

AG Menden (Sauerland), Urteil vom 09.01.2013, 4 C 409/12

Das macht es nicht leichter für ehemalige Administratoren wieder Zugriff auf die Gruppe zu erhalten. Ob die Aussage des AG Menden so pauschal stimmt, ist fraglich. Will man einem solchen Ergebnis vorbeugen, so sollte man vorher mit den anderen Gruppenbetreibern und Admins eine Regelung abschließen, die dokumentiert, wer welche Rechte hat. Regelmäßig liegt aber doch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts vor, wenn eine Gruppe mit dem gemeinsamen Zweck gegründet wird, dort Inhalte zu verbreiten oder gar damit Geld zu verdienen. Die formalen Kriterien sind hier nicht hoch. Anders natürlich dann, wenn man einfach nur Admin einer Gruppe ist und der Inhaber der Gruppe an sich jemand Drittes wie z.B. eine Firma oder eine Musikband.

Facebook Seite geklaut? Lesen Sie >>hier<< weiter

Jede Marke hat ihren Wert.

Die wertvollsten Marken der Welt hat das Beratungsunternehmen Brand Finance gekürt: An der Spitze des Rankings Brand Finance Global 500 steht Apple; als bestplatzierte deutsche Marke verdrängt die Telekom erstmals die Autoindustrie.

Jede Marke hat einen immateriellen Wert, der von dem tatsächlichen Wert des Produktes oft abweicht. Anders als bei No-Name-Produkten verknüpft der Verbraucher mit einem Markennamen beziehungsweise einem Design positive oder negative Eigenschaften. Durch die Bilanzierung von Marken ist es auch möglich, dass der Börsenwert eines Unternehmens den des Betriebsvermögens übersteigen kann.

Positiven Assoziationen sind für Marken entscheidend

Kriterien für das aktuelle Ranking des britischen Unternehmens waren unter anderem die emotionale Verknüpfung bei Konsumenten, die finanzielle Entwicklung und die Nachhaltigkeit. Laut der Studie von Brand Finance hat Apple mit der höchsten Platzierung einen Wert von 104,7 Mrd. US-Dollar, gefolgt von Samsung (78,8 Mrd. US-Dollar) und Google (68,2 Mrd. US-Dollar).

Telekom verdrängt erstmals die deutsche Autoindustrie

Der Marktwert der Telekom (Platz 14) als erstmals wertvollste deutsche Marke beträgt laut Brand Finance 30,6 Mrd. US-Dollar. Damit hängt die Telekommunikationsmarke die in den vergangenen Jahren dominante Autorindustrie ab. Bei den deutschen Marken liegt BMW (29 Mrd. Dollar)auf Platz zwei, vor Volkswagen (27 Mrd. US-Dollar) und Mercedes-Benz (24,2 Mrd. US-Dollar).

Die Platzierung der Telekom verdeutliche das globale Wachstum der Technologiebranche, so die Marktforscher. Als Begründung für die hohe Wertung der Marke führen sie den gelungenen Relaunch der Telekom beziehungsweise die Vereinheitlichung der Markenfamilie an.

Festlegung eines Markenwerts ist problematisch

Die Berechnung eines Markenwertes ist übrigens nicht unproblematisch, da über 500 Rechnungsmodelle zur Bewertung von Marken existieren. Die Unterschiede bei den Ergebnissen sind teils enorm. So hat Coca Cola nach der Studie von Brand Finance nur einen Wert von 33,7 Mrd. US-Dollar (Platz 12), während die Marke im Ranking “Best Global Brands 2013“ des amerikanischen Beratungsunternehmens Interbrand Platz 3 mit 79,2 Mrd. US-Dollar belegt. (ZIM)

Quellen: Brand Finance, Interbrand

UPDATE 21.05.2014: Google hat mit einem Wert von 158,8 Milliarden Dollar Apple als wertvollste Marke vorerst abgelöst! Apple ist mit 147,9 Milliarden Dollar nur noch die zweitwertvollste Marke der Welt.

Sie wollen auch eine wertvolle Marke etablieren? Gerne helfen wir Ihnen, Ihre Wunschmarke zu Festpreisen anzumelden. Informieren Sie sich gleich hier über unsere Festpreise zum Thema Markenanmeldung und Designschutz (link).

Der BGH hat in seinem Urteil vom 13.11.2013 Az.: X ZR 171/12 entschieden, dass bei der Prognose zur Ermittlung des Werts eines Unterlassungsanspruchs wegen Verletzung eines gewerblichen Schutzrechts, sowohl der künftige Wert des Schutzrechts für den Anspruchsgläubiger als auch die Gefährdung der Realisierung dieses Werts durch den als Verletzer in Anspruch Genommenen abgeschätzt werden muss.

Leitsätze a) Die Ermittlung des Werts eines Unterlassungsanspruchs wegen Verletzung eines gewerblichen Schutzrechts erfordert eine Prognose, mit der sowohl der künftige Wert des Schutzrechts für den Anspruchsgläubiger als auch die Gefährdung der Realisierung dieses Werts durch den als Verletzer in Anspruch Genommenen abgeschätzt wird. b) Die Geltendmachung einer Gebrauchsmuster- oder Geschmacksmusterverletzung rechtfertigt für sich genommen noch nicht die Annahme, der Gegenstand der anwaltlichen Tätigkeit sei umfangreich oder schwierig. BGH, Urteil vom 13. November 2013 – X ZR 171/12

Der Wert des Schutzrechts ist unter Berücksichtigung der Bedeutung seines Gegenstandes und der noch verbleibenden Laufzeit zu schätzen. Für die Einschätzung, inwieweit die Realisierung dieses Werts durch den Verletzer in Zukunft gefährdet werden könnte, ist der Umfang der begangenen Verletzungen regelmäßig der greifbarste Anhaltspunkt. Daneben können allgemein Art und Umfang der bisherigen wirtschaftlichen Tätigkeit, vorhandene betriebliche Einrichtungen und Handelsbeziehungen, personelle Ausstattung sowie Finanzkraft sowohl des Schutzrechtsinhaber als auch des Verletzers Anhaltspunkte bieten, welche Benutzungshandlungen künftige zu erwarten sind. Auch aufgrund der subjektiven Umstände auf Seiten des Verletzers, wie der Verschuldensgrad, können Rückschlüsse auf die vom Verletzer ausgehende Gefährdung der Rechte des Schutzrechtsinhabers getroffen werden.

Im vom BGH entschiedenen Fall hat, das Berufungsgericht den Gegenstandswert rechtfehlerfrei auf 10.000€ festgesetzt, nachdem der Wert bereits in der 1. Instanz von 100.000€ auf 50.000€ reduziert wurde. Maßgebliche Umstände waren hierbei, dass es sich um einen einmaligen Vorfall gehandelt hat, bei dem nur ein einziger schutzrechtsverletzender Gegenstand angeboten wurde. Dieser vereinzelte Vorfall hat für sich genommen nur sehr geringe wirtschaftliche Bedeutung für die Verwertung des Ausschließlichkeitsrechts des Schutzrechtsinhabers, zumal keine anderen Gründe bestehen, die auf die Gefahr einer nennenswerten zukünftigen Beeinträchtigung der Rechts des Schutzinhabers hindeuten.

Desweiteren können Gebrauchsmuster- und Gemeinschaftsgeschmacksmusterschutzsachen nicht allein wegen ihres Gegenstands pauschal als überdurchschnittlich umfangreich oder schwierig bewertet werden. Dies gilt insbesondere, wenn weder die Schutzfähigkeit in Ansehung des Standes der Technik bzw. vorbekannter Gestaltungen zu beurteilen ist noch im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verletzung aufwendige oder komplexe Prüfungen erforderlich sind.

Fazit: Das Urteil zeigt die Kriterien für die Schätzung des Gegenstandswerts bei der Verletzung gewerblichen Rechtsschutzes. In Verbindung mit der Absage an pauschal hohe Schwierigkeit und hohen Umfang in Gebrauchsmuster- und Geschmacksmusterverletzungen, hat es auch Bedeutung bei übertrieben hohen Phantasiestreitwerten und daraus resultierende zu hohen Abmahnkosten bei der einmaligen Verletzung von gewerblichen Schutzrechten durch Verbraucher. Haben Sie eine Abmahnung mit hohen Streitwerten erhalten, so lohnt sich mindestens auch an dieser Stelle ein kritischer Blick auf die Höhe des Streitwerts und der daraus resultierenden Kosten einer Abmahnung.

Ist der Weiterverkauf von Bundesligatickets erlaubt?

Immer wieder kommt es vor, dass Ticketinhaber ihre Tickets für Bundesligaspiele weiterverkaufen wollen. Gegen diesen Weiterverkauf gehen Bundesligavereine, insbesondere mit der Begründung, die Sicherheit im Stadion aufrechtzuerhalten, durch Abmahnungen vor.

Zur Beurteilung, ob solche Abmahnungen berechtigt sind, sind verschieden Konstellationen, vor allem in Bezug auf die Person des Weiterverkäufers, zu unterscheiden.

1. Gewerblicher Weiterverkauf von Bundesligatickets

In seinem Urteil vom 11. September 2008, Az.: I ZR 74/06 hat der BGH entschieden, dass der gewerbliche Weiterverkauf von Bundesligatickets, die direkt bei den veranstaltenden Vereinen oder bei von den Vereinen autorisierten Dritten erworben wurden, untersagt werden kann. Hierbei stellt der BGH maßgeblich auf die in den AGB enthalten Erklärung ab, dass die Tickets nur zu privaten Zwecken genutzt werden. Gegen die Wirksamkeit einer formularmäßigen Erklärung des Kartenerwerbers zur privaten Nutzungsabsicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Vereine bestehen keine rechtlichen Bedenken. Es besteht daher, neben dem vertraglich vereinbarten Weiterveräußerungsverbot, ein wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch aufgrund des Schleichbezugs.

Ein solcher wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch besteht hingegen nicht, beim Erwerb der Tickets von Dritten, die an die allgemeinen Geschäftsbedingungen gebunden sind. Mit in Zeitschriften und im Internet geschalteten Such- und Werbeanzeigen für den Ankauf von Eintrittskarten verleiten die gewerblichen Weiterverkäufer nicht zum Vertragsbruch und nutzen einen fremden Vertragsbruch auch nicht in unlauterer Weise.

2. Privater Weiterverkauf von Bundesligatickets

Ob das Veräußerungsverbot in ATGBs gegenüber Privaten wirksam ist hat der BGH in der oben genannten Entscheidung nicht geklärt. Vielmehr führte er aus, dass Privatpersonen vielfach nicht wirksam aufgrund der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Vereine einem Weiterverkaufsverbot an gewerbliche Erwerber unterworfen sein können. So fehle es etwa an einer derartigen Bindung, wenn Karten privat verschenkt worden sind, der Erwerber am Besuch des Spiels plötzlich gehindert ist oder wenn bei einer Kartenbestellung – aus welchen Gründen auch immer – die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Klägers nicht wirksam einbezogen wurden.
Eine solche Wirksamkeit von Weiterveräußerungsverboten und ihren Folgen ist anhand des Einzelfalls zu bestimmen. So hat das LG Essen in seinem Urteil vom 26. März 2009, Az.: 4 O 69/09 ausgeführt, dass die Vereinbarung schuldrechtlicher Veräußerungsverbote grundsätzlich möglich ist, eine Regelung die vorsieht, dass der Ersterwerber bei einem Veräußerungsversuch sein eigenes Zutrittsrecht verlieren kann, stellt jedoch in Kombination mit einer Vertragsstrafenklausel eine unangemessene Benachteiligung dar. Ein solches Veräußerungsverbot sei daher unwirksam.

Bei der Verwendung von personalisierten Tickets, bei denen der Name des Berechtigten auf den Tickets vermerkt wird, hat das LG Hamburg in seinem Urteil vom 5. März 2010, Az.: 406 O 159/09 entschieden, dass, aufgrund von Sicherheitsinteressen und zum Erhalt einer sozialen Preisstruktur, ein berechtigtes Interesse an der Beschränkungen der Übertragbarkeit der Eintrittsrechte besteht und ein solches Weiterveräußerungsverbot daher wirksam sei.

3. Regelmäßig kein Anspruch auf Abgabe einer Unterlassungserklärung

Voraussetzung für einen Unterlassungsanspruch nach § 280 Abs. 1 BGB ist stets das Bestehen eines Schuldverhältnisses. Für einen Anspruch auf das Unterlassen in Hinblick auf die Verletzung zukünftiger noch nicht geschlossener Verträge findet sich im Vertragsrecht keine Grundlage (BGH, Urteil vom 11.9.2008 – I ZR 74/06 – bundesligakarten.de).

Da Eintrittskarten für Bundesligaspiele und Fussballspiele allgemein stets auf Grundlage eines entsprechenden, das eine Ticket betreffenden Vertrags verkauft werden, besteht kein andauerndes Schuldverhältnis, dass der Ticketerwerber verletzen könnte. Es kann sich deshalb auch kein Unterlassungsanspruch aus zukünftigen, noch nicht geschlossenen Verträgen ergeben.

4. Fazit

Mangels höchstrichterlicher Rechtsprechung über die Zulässigkeit von Weiterveräußerungsverboten gegenüber Privaten in den AGBs der Bundesligavereine besteht insoweit eine gewisse Rechtsunsicherheit. Aufgrund der im Urteil des BGH genannten Ausnahmen vom Weiterveräußerungsverbot, falls die Karten privat verschenkt wurden oder der Erwerber an dem Besuch des Spiels gehindert sei, dürfte in den meisten Fällen jedoch kein Anspruch bestehen, die Weiterveräußerung durch Private zu untersagen. Hinzuweisen ist außerdem darauf, dass die meist verlangte Abgabe einer Unterlassungserklärung für die Zukunft gegenüber Privaten nicht berechtigt ist, da ein Anspruch auf Unterlassung des Weiterverkaufs, wenn überhaupt jeweils nur für ein konkretes Ticket besteht und nicht für zukünftige, noch nicht erworbene.

Sollten Sie also eine Abmahnung wegen des Verkaufs von Bundesligatickes oder anderer Fussballtickets erhalten haben, so lassen Sie sich kurzfristig und fachkundig beraten und geben Sie vor allem nicht vorschnell irgendwelche Erklärung gegenüber der abmahnenenden Partei oder deren Anwälte ab. In keinem Fall sollten Sie die Unterlassungserklärung vorschnell unterschreiben. Gerne helfen wir Ihnen kurzfristig und kompetent. Tel: 089 6666 1089

Firmennamen schützen lassen

Unternehmer kennen das. Man hat eine neue innovative und bahnbrechende Idee und gibt der Idee einen Namen. Gleichzeitig muss nun ein toller, griffiger und moderner Firmennamen gefunden werden. Der Weg dorthin ist gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Gute Firmennamen sind meist das Ergebnis langer brainstormings, Diskussionen und schlafloser Nächte. Bevor man den Firmennamen der Öffentlichkeit präsentiert, hat man also schon einiges an Zeit und Nerven und eventuell auch Geld investiert. Damit der Firmennamen nicht von anderen oder gar von Konkurrenten geklaut wird, sollte man den Firmennamen schützen lassen.

Ist der Firmennamen bereits durch den Eintrag ins Handelsregister geschützt?

Nein. Erstens ist Firmennamen nicht gleich Firmennamen. D.h. nicht jeder Firmenname wird auch automatisch ins Handelsregister eingetragen. Gerade Startups und kleinere Unternehmen überlegen sich am Anfang häufig einen Firmennamen für ihr Unternehmen, ohne den Firmennamen zwingend im Handelsregister eintragen zu lassen bzw. eintragen lassen zu müssen. Aber selbst wenn der Firmennamen im Handelssegister eingetragen wird, entsteht dadurch nicht automatisch ein Schutz gegen Nachahmer. Nur unter besonderen Umständen kann der Firmenname als so genanntes Unternehmenskennzeichen im Sinne von § 5 Abs. 2 MarkenG durch Benutzung als Unternehmenskennzeichen geschützt werden. Dies ist aber nicht immer einfach zu beweisen, so dass ein anderer, effektiver und wirtschaftlich nachhaltiger Weg gefunden werden sollte, den Firmennamen schützen zu lassen.

Effektiver Schutz des Firmennamens durch eine Markenanmeldung und Eintragung

Der beste und zuverlässigste Weg einen Firmennamen schützen zu lassen, ist der Weg über die Eintragung als registrierte Marke. Wenn man den Firmennamen nur Deutschland benutzen will, so reicht eine deutsche Markenanmeldung. Will man den Firmennamen auch über Deutschland hinaus im europäischen Ausland benutzen, so ist meist die europäische Gemeinschaftsmarke die Marke der Wahl. Selbst wenn man nur in zwei oder drei Ländern der Europäischen Union geschäftlich unter dem Firmennamen tätig sein will, lohnt sich in aller Regel die Gemeinschaftsmarke. Dies allein deshalb, weil sie kostengünstig ist und nur durch eine einzige Markenanmeldung gleich 28 Länder abgedeckt sind. Die Verwaltung der Marke ist dadurch einfacher und die Marke kann künftig auch über die momentan ins Auge gefassten Länder problemlos erweitert werden.

Exklusives Recht am Firmennamen durch die eingetragene Marke

Durch die Anmeldung des Firmennamens als Marke erwerben sie ein exklusives Recht zur Nutzung ihres Firmennamens in dem von ihm geschützten Bereich. Verwendet ein Dritter ihr Markenzeichen in identischer oder ähnlicher Art und Weise, so kann er auf Unterlassung und gegebenenfalls Herausgabe des Verletzergewinns in Anspruch genommen werden. Gerade in Zeiten des Internets sollte man den Firmennamen schützen lassen. Denn wer schon einmal Waren oder Dienstleistungen im Internet angeboten hat weiß: ist die innovative Idee für ein Produkt oder eine angebotene Dienstleistung erfolgreich, so wird sie schnell kopiert. Nicht selten finden sich dann Nachahmer auf Plattformen wie eBay, Amazon oder Dawanda. Hier reicht es regelmäßig aus, wenn man den Betreibern dieser Plattformen die Markenurkunde über den geschützten Firmennamen zukommen lässt, um die Angebote der Markenverletzer und Nachahmer löschen zu lassen. Insofern hat der Markenschutz für einen Firmennamen durch die offizielle Anmeldung und Eintragung im Markenregister auch einen praktischen Vorteil im späteren Konflikt mit einem Nachahmer.

Was muss ich beachten, wenn ich einen Firmennamen durch die Eintragung als Marke schützen lassen will?

Wollen Sie einen Firmennamen schützen lassen und haben sie sich für die Eintragung des Firmennamens als Marke entschieden, so sollten sie zunächst prüfen lassen, ob Ihr Firmenname auch als Markenname in rechtlicher Hinsicht funktionieren wird. Beschreibende Angaben wie z.B. Coach oder Consultant für Beratungsdienstleistungen oder Turnschuh für Turnschuhe wie auch Sushi für Fischgerichte können mangels Unterscheidungskraft nicht als Marke geschützt werden. Auch rein werbende Aussagen wie „supertoll“ oder „nur das Beste“ können nicht als Marke geschützt werden. Haben Sie einen unterscheidungskräftigen, originellen Firmennamen gefunden und wollen diesen Firmennamen schützen lassen, so sollten sie im nächsten Schritt recherchieren lassen, ob Ihr gewünschter Firmenname als Marke bereits vergeben ist oder noch verfügbar ist. Das sollten Sie im Übrigen auch tun, bevor Sie den Firmennamen nur verwenden im geschäftlichen Verkehr und nicht als Marke schützen lassen wollen. Im Rahmen einer solchen Markenrecherche sollten alle Markenregister in ihrem Tätigkeit Gebiet auf identische oder ähnliche Voreintragungen hin überprüft und ausgewertet werden. Auch sollte das Handelsregister auf bereits bestehende identische oder ähnliche Voreintragung überprüft werden. Nicht zuletzt sollte man sich mal bei bereits registrierten und genutzten Domains umschauen, ob es den Namen nicht schon so oder so ähnlich gibt. Je besser und umfangreicher eine solche Markenrecherche vor Anmeldung des Firmennamens als Marke durchgeführt wurde, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Nachhinein Dritte gegen Ihre Markeneintragung wenden.

Sofern Ihr gewünschter Firmenname noch als Marke verfügbar ist, sollte der Firmenname auch so schnell wie möglich als Marke geschützt werden. Denn im Markenrecht gilt das Prioritätsprinzip: Ist der Konkurrenz auch nur einen Tag früher mit der identischen oder ähnlichen Markenanmeldung vertreten, so ziehen sie den Kürzeren. Ihr Firmenname als eingetragene Marke wird in Zukunft ein wichtiger Bestandteil ihres Erfolgs und damit ein wichtiger und großer Wert Ihres Unternehmens sein. Man sollte also frühzeitig in einen effektiven Markenschutz investieren und den Firmennamen schützen lassen. Die Kosten für die erforderliche Markenrecherche und Markenanmeldung können Sie auf 10-Jahres-Sicht rechnen. So lange ist die Markeneintragung dann zunächst gültig und kann dann bei Bedarf gegen Zahlung einer Verlängerungsgebühr theoretisch beliebig oft beim Amt verlängert werden.

Wie kann ich meinen Firmennamen schützen lassen wenn ich einer Marke recherchieren und registrieren lassen will?

Der Zugang zu einer eingetragenen Marke ist mittlerweile relativ einfach geworden. Man sollte die Prüfung der Anmeldung und den Schutz des Firmennamens als Marke sowie Markenrecherchen jedoch stets einem Spezialisten überlassen, der im Zweifel auch für seine Ergebnisse gerade steht. Als spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei im gewerblichen Rechtsschutz beschäftigen wir uns jeden Tag mit dem Schutz von Firmennamen als Marke. Wir haben allein in den vergangenen zwei Jahren über 1000 Marken und die Designs erfolgreich angemeldet und eintragen lassen. Daher sind wir die Top 2 Kanzlei in Deutschland mit den meisten Markenanmeldungen. Darüber hinaus vertreten wir Markeninhaber in möglichen Konflikten wie Widerspruchsverfahren oder Abmahnungen bzw. in der Durchsetzung ihrer Rechte als Markeninhaber gegen Nachahmer. Für den Schutz des Firmennamens als Marke haben wir für Sie Pakete zur Markenrecherche und Markenanmeldung zu Festpreisen gestaltet. Durch unsere Spezialisierung können wir Ihnen schnell und kompetent zu transparenten Preisen weiterhelfen wenn sie ihren Firmennamen schützen lassen wollen.